Deutschland. Ein Wintermärchen

Eine Konzertlesung für das Theater von und mit Herpes Gugushi und Mario Stork

Uraufführung: 28. April 2007, Consol Theater, Gelsenkirchen
Weitere Termine: 01. und 02. Mai 2007

Regie: Ulrich Penquitt
Schauspiel: Morgan Lariah

Ausgehend von einer Idee von Herpes Gugushi, haben er und Mario Stork gemeinsam Heinrich Heines satirisches Versepos neu vertont und dabei eine Brücke über 150 Jahre zwischen der Entstehungszeit des Originaltextes und der Gegenwart geschlagen. Viele von Heines Spitzen gegen Gesellschaft, Politik, Deutschtümelei und preußischen Militarismus haben an Aktualität und Biß nichts eingebüßt. Sinnvoll gekürzt, haben uns Inhalt und auch die ebenso geistreiche wie humorvolle Sprache von „Deutschland. Ein Wintermärchen“ auch heute noch eine Menge zu sagen. Herpes Gugushi und Mario Stork begaben sich mit ihrer Fassung (Stork vertonte „seine“ Kapitel als Lieder im stilistischen Grenzbereich zwischen Chanson, Kunstlied und weiteren Facetten von Blues bis Rock, Gugushi schrieb elektronische Soundtracks, die die von ihm gelesenen Texte illustrieren und ihnen neue Bedeutungsebenen hinzufügen) ebenfalls auf eine Reise in die Welt Heines, in das Deutschland seiner Zeit und in unsere deutsche Gegenwart. Das Ergebnis ist eine Essenz, eine Interpretation des Originals, die Standpunkte und Persönlichkeit der Komponisten widerspiegelt. In der Inszenierung des renommierten Schauspielers und Regisseurs Ulrich Penquitt wird „Deutschland. Ein Wintermärchen“ zu einer genreübergreifenden Theatererfahrung aus Schauspiel, Lesung und Konzert.


Pressestimmen

„Eine ganz eigene Version fanden Mario Stork (Komposition, Gesang, Gitarre), Herpes Gugushi (Idee, elektronische Musik, Lesung) und … Morgan Lariah … für ihre wehmütig-ätzende Deutschland-Tour auf Heines entlarvenden Textspuren … Dem Trio ging es um die lyrische, vielleicht auch ironische Sicht Heines auf „sein“ Deutschland … Stork schreibt leise, eindringliche Lieder, die er nuanciert vorträgt, Gugushi nimmt zu seinen „klopfenden“ Computerklängen auch mal eine scheinbar pathetische Pose ein, um an den Verstand zu appellieren…“

Hans-Jörg Loskill, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 30.04.2007

„Das schon zu seiner Entstehungszeit 1844 heiß diskutierte Werk … hat auch nach über 160 Jahren nichts an politischer Brisanz verloren. Das mag einer der Gründe sein, warum Mario Stork und Herpes Gugushi sich des Klassikers annahmen und aus ihm einen erstaunlichen Erlebnisabend fabrizierten. Das Consol Theater Gelsenkirchen ist gut gefüllt … Im Wechsel von betonter Lesung in alten Worten und neuartigen elektronischen Klängen versetzen die beiden Akteure die ursprüngliche Handlung in die heutige Zeit. Der Abend gestaltet sich wie eine Reise durch ein fremdes Land, in dem Deutschland neu erfahren werden kann … Offensichtlich ist … die nahezu perfekte Inszenierung … Zum Schluss honorierte der laute Applaus die Künstler für ihre Mühen und ihr Wagnis … So würde der Deutschunterricht bestimmt mehr Anhänger haben.“

(asf), Online-Magazin onruhr.de, 03.05.2007